Einige helfende Prinzipien

Team Neu- und Umbesetzung 

Die Fähigkeit, uns ständig rasch ändernden Umständen anzupassen ist ein entscheidender Vorteil für uns. Anpassungen bedeuten aber oft auch Änderungen an der Zusammensetzung von Teams. Die folgenden Prinzipien und Erkenntnissen basieren auf Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Jahre. 

Alles ist miteinander verbunden

Eine scheinbar lokale Änderung in einem Team hat fast immer Auswirkungen auf andere Teams. Oft ergibt sich daraus sogar eine Kettenreaktion. Deshalb erfordert sie in der Regel eine teamübergreifende Betrachtung.

Das Ganze sehen

Wir suchen super Mitarbeiter für sipgate. Manchmal passt es in einem Team nicht – fachlich oder auch menschlich – dann bedeutet das nicht automatisch, dass es keinen Platz bei sipgate gibt, oder dass man an der ursprünglichen Idee (“Wir suchen einen Backend-Dev für Team XY”) festhalten muss. Dann sprechen wir über Alternativen, denn im Zweifel gilt: wir dürfen Top Leute nicht verlieren, nur weil gerade kein passender Schreibtisch frei ist. 

Keine Schnellschüsse

Es dauert lange, bis ein Team gut zusammen funktioniert. Auch kleine Änderungen in einem Team haben oftmals große Auswirkungen. Deshalb rühren wir nicht grundlos an der Zusammensetzung oder Existenz eines funktionierenden Teams. 

Lieber etwas größer

Ein Team sollte grundsätzlich so aufgestellt sein, dass es nicht bei jeder Abwesenheit (z.B. Urlaub, Krankheit, Fortbildung) arbeitsunfähig wird. Was „groß“ in diesem Zusammenhang bedeutet, kann je nach Team und Kontext unterschiedlich sein. 

Von Anfang an stabil

Das Splitten eines Teams ist ein valider (wenn nicht sogar der bevorzugte) Weg, um ein zusätzliches Teams zu erzeugen. Dabei sollte aber nie (auch nicht temporär) ein Teamfragment entstehen, welches instabil ist und erst durch zukünftige Zugänge stabil wird. Doppelzugehörigkeiten, auch temporär, sollten vermieden werden. 

Signale rechtzeitig lesen

Eine dauerhafte Abwesenheit durch Krankheit, Kündigung oder Teamwechsel hat meist einen direkten negativen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des Teams. Deshalb ist es wichtig, ein realistisches Bild von der Leistungsfähigkeit des eigenen Teams zu erarbeiten und sich möglichst früh um Ersatz, einen Tausch oder eine Neueinstellung zu kümmern.  

Nicht immer der direkte Weg

Wenn ein Mitarbeiter ein Team sucht und ein Team eine offene Stelle hat, passt das nicht zwangsläufig zueinander. Muss es auch nicht. Es schafft aber auf jeden Fall Optionen. In diesem Fall sollte also auch die Option erwogen werden, diese über einen Tausch mit einem dritten Team, quasi über einen Dreieckstausch, zu realisieren.  

Rollenwechsel sind nie gratis

Rollenwechsel können sinnvoll sein, sollten aber nicht unterschätzt werden, denn sie erzeugen meist eine neue Lücke im bisherigen Team. Man sollte sich deshalb möglichst früh um Ersatz, einen Tausch oder eine Neueinstellung kümmern.   

Transparenz verhindert Ärger

Jede geplante Änderung an einem Team sollte so früh wie möglich auf Portfolioebene (z.B. Montag, 13:00 Uhr) transparent gemacht werden. Alle anderen Wege haben immer ein Geschmäckle. Dies gilt insbesondere für den Neubedarf an Teammitgliedern.

Aufgepasst bei temporären Teams

Die Lösung von temporären Aufgaben ist grundsätzlich Aufgabe von existierenden Teams, denn der Weg über temporäre Teams ist teuer und gefährdet die Stabilität anderer Teams. Deshalb: Wir groomen temporäre Themen vorher gründlich. Oft sind diese Themen sehr viel kleiner als gedacht. Sollte ein temporäres Team trotzdem die einzige Lösung sein, muss geklärt sein, wer nach Beendigung zuständig ist für Fragen, Updates und Bugs.

Nicht blind Regeln folgen

Regeln und Prozesse sind oft ein geeignetes Mittel. Doch bei komplexen Sachverhalten helfen sie nicht. Deshalb sollte im Zweifelsfall jede Situation individuell betrachtet werden. Und: Reden hilft!